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Michael Schacht, game designer

Archive for the category “Reports”

Report: Africana

Unter dem Titel “Valdora done right” schreibt Lazlo Molnar einen umfangreichen Report auf Boardgamegeek, in dem er Africana mit Valdora vergleicht. Zum Report geht’s hier.

Under the title “Valdora done right” writes Lazlo Molnar a big report at Boardgamegeekwhere he compares Africana and Valdora. You can find the report here.

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Report: Essen 2011

 Mit ein wenig Verspätung hier nun mein Essen-Report, der dieses Mal nicht so detailiert wie sonst ausfällt. Eigentlich war dieses Jahr sogar besonders viel los, allerdings hatte ich auch entsprechend weniger Zeit zum dokumentieren.

Unter besonderer Beobachtung stand meine große Neuerscheinung Coney Island: Drei Spielrunden konnte ich Donnerstag und Freitag selbst leiten und so die ersten Eindrücke mit dem fertig produzierten Spiel sammeln. Klaus Ottmaier vom herausgebenden Argentum Verlag strahlte trotz aller Hektik durchgehend über beide Backen. Ich denke, er war sehr zufrieden, schließlich hat die mitgenommene Stückzahl gerade so für die Nachfrage gereicht. Damit war dann auch die Beigabe – die Riesenrad-Erweiterung – komplett ausverkauft.

Ein erstes ernstzunehmendes Barometer ist die alljährliche Fairplay-List. An den vier Messetagen belegte Coney Island die Plätze 8, 6, 8 und 10 mit einer Note von 2,51 (Schulnote). Die Umfragen von Hall9000/Reich der Spiele und Boardgamegeek konnte ich vorort nicht verfolgen, aber das Endergebnis des Spielebarometers mit dem 11. Platz und 4,75 von 6 möglichen Punkten bestätigt den guten Eindruck.

Mit der neuen Reihe Superminis erscheint bei Haba auch das dritte Spiel meiner kleinen Socken zocken-Reihe names Schleudergang. Auf der Messe war es noch nicht präsent, soll aber im November dann kommen.

Im Gegensatz zu einigen leidgeplagten Kollegen hatte ich Glück, denn alles was in Essen fertig produziert sein sollte, war auch da. So, die ganzen Freebies für Coney Island, Gold!, Mondo, Valdora und Zooloretto (Diesmal gabs als Tier einen Katta, der Blockbuster Madagascar läßt grüßen!). Und auch die beiden Zusatzspieler-Erweiterungssets für Mondo. Zu letzterem gabe es am Samstag eine Megarunde mit 10 (!) Mitspielern. Auch wenn es erstmal kleine organisitorische Probleme zu bewältigen gab, war das echt witzig. Leider hat das keiner fotografisch dokumentiert. Süß war auch die Luftballon-Aktion für Mondo – da hat sich der Herr Kränzle von Pegasus schwer ins Zeug gelegt, um das Spiel auf allen Kanälen spannend zu präsentieren.

Fast an allen Messetagen hatte ich Sneak-Previews für drei der in Nürnberg 2012 kommenden Spiele. Seit nunmehr vierzehn Essen-Messen pflege ich diese kleine Tradition, bei der ich fast jedesmal etwas dabei habe, diesmal: die Prototypen Zooloretto Würfelspiel, Expedition Afrika und Mondo Sapiens (alles Arbeitstitel). Auf der einen Seite spiele ich hier ganz gerne, auf der anderen Seite werden die Partien oft von aussen gestört. Nicht ganz unanstrengend, aber solange man keine rundenbasierenden Versteigerungsspiele spielt, klappt es eigentlich immer gut. Und es kommen immer mal wieder Mitspieler “der ersten Stunde” … schön.

Links der Mondo Sapiens-Prototyp. Fotos: Milan, Molnar

Ach ja, und dann waren da noch die Fakten: der Rückgang bei den Besuchern ließ sich nicht übersehen, auch wenn er sich in den offiziellen Zahlen nur als geringfügig darstellt. Die Neuheitenflut wurde bereits im Vorfeld diskutiert, aber letztlich waren doch etliche der gelisteten Titel auf der Referenzliste von Spielbox Online lediglich Freebies oder sogar Prototypen bzw. sind gar nicht auf der Messe präsent gewesen. Mein Eindruck war hier: “alles halb so wild” – viel mehr freue ich mich jetzt auf die Messe im Jubiläumsjahr, sie findet zum dreissigsten Mal vom 18. bis 21.10.2012 statt. Also nicht vergessen, rechtzeitig das Hotel buchen!

With a little delay comes now my report from Essen fair 2011 and this time not very detailed. Actually in this year there was more to talk about than usual but in correlation there was less time for me to document.

Object of special observation was my new big game Coney Island: i was able hosting three demo rounds on thursday and friday and thous could collect first impressions with the final produced game. Klaus Ottmaier from the publisher Argentum had a lasting smile through the whole fair. I think he was quite happy because all the games brought to the fair lasted perfectly until sunday. With these the Big Wheel expansion got sold out in sunday.

A first good impression on the game qualities gives the Fairplay list. All four fair days Coney Island was top ten (8th, 6th, 8th and finally 10th) with a final note of 2,51 (1 is best). I couldn’t follow the polls of Hall9000/Reich der Spiele and Boardgamegeek but the final results of the Spielebarometers with the 11th place and 4,75 of 6 possible points proofs the good impression.

In the new series Superminis comes from the publisher Haba the third game in my little Lucky Sock Dip series named Schleudergang (spin cycle). At the fair it wasn’t present but it will come in november to the shops in Germany.

In opposite to some of the colleagues i had the luck that all that was planned for Essen got produced in time. So, all the freebies for Coney Island, Gold!, Mondo, Valdora and Zooloretto (This time the animal is a Catta, remember Madagascar?). And also the two additional player expansion sets for Mondo. For the last we had at saturday a megaround with 10 (!) participants. A little complidated in preparation but really, really funny. Unfortunatly noone made a photo. The baloon promotion was sweet,  Mister Kränzle from Pegasus impressed me strongly with all the activities he made to present Mondo in the very best light.

Nearly all fair days i had sneak-previews for three of the in Nuernberg 2012 coming games. Since fourteen Essen fairs i have this little tradition, that i mostly have something with me, this time:  the prototypes of the Zooloretto dice game, Expedition Africa and Mondo Sapiens (all working titles). On one hand i like playing here, on the other hand the matches often get disturbed from outside. Not relaxing but as long you don’t play round based acution games it always works good. And some times some participants from the first years return … nice.

And last but not least, there are the “hard facts”: a decrease in the number of visitors was for me cleary visible although it was insignificant in the offical numbers. The flood of new release was discussed before but finally a lot of the titles from the spielbox online reference list were just freebies, even prototypes or not present on the fair. So, my impression wasn’t “that bad” and i’m already looking forward on the coming Essen fair in the anniversary year. It will take place the 30th time from the 18th to the 21st of october 2012. So, don’t forget to book the hotel early!

Back home

Zurück aus dem erholsamen Urlaub ist mein Büro ab sofort wieder besetzt. Einige Webseiten habe bereits mit der Berichterstattung zur Spielemesse in Essen begonnen. So werde ich in den kommenden Wochen versuchen, die bereits vorhandenen Infos zusammentragen. Spätestens im nächsten Newsletter Anfang August mehr davon.

Back from recreative holidays my office is open again. Some websites already have started to report from the coming fair in Essen. And so i will try to collect the already available informations the next weeks. More on that at the latest in the august newsletter edition.

Report: PisaGioca 2011

Vor zwei Wochen war ich zu Gast bei PisaGioca. Diese mittelgroße Spielemesse fand dieses Jahr bereits zum dritten Mal statt. Veranstaltet wurde dieser Event wie gewohnt von Creatori di Divertimento, einer privaten Initiative zur Förderung der italienischen Brettspieleszene.



Der Vorabend der Veranstaltung begann mit dem obligatorischen Abendessen in einer Pizzeria, gefolgt von einer großen Überraschung. Der anschließende Besuch des örtlichen Spielclubs La Tana dei Goblin entpuppte sich nämlich als kulinarischer Höhepunkt: Man hatte eine Zooloretto-Torte für drei Spieler gebacken, mit allem nötigen Spielmaterial von den Wagen bis zu den Tierplättchen. Unglaublich! Und vor allem lecker …

Der Spielclub, ursprünglich von Valerio Salvi, Guido Ceccarelli und Silvio de Pecher gegründet, ist mittlerweile in einer Reihe von italienischen Städten beiheimatet. In den Bildern links wird der Torte den Garaus gemacht und rechts verliere ich gerade unrühmlich eine Partie 7 Wonders.

Allerletzte Aufbauarbeiten wurden noch abgeschlossen und dann ging es am Samstag morgen endlich los mit der Messe. Besonders reizvoll ist die Location mitten in der Altstadt von Pisa (im Foto links), direkt an einer der Arno-Brücken. Die beiden Veranstalter Francesca Triggiano und Marco Valtriani hatten gut lachen, denn das Wetter hat sich in letzter Minute zu ihren Gunsten gewendet.

Es gab reichlich Programm und so wurde auch mir nicht wirklich langweilig. An meinem Autorentisch hatte ich ausserdem Gelegenheit Mondo vorzustellen, sowie den Prototyp eines Zooloretto Würfelspiels. Zu ersterem hat Blogger Pinco11 ein kleines Video (in italienisch und enlisch) mitgeschnitten.

Das war auch eine gute Möglichkeit für den Austausch mit meinen italienischen Kollegen. Links: Die Autoren Michele Mura und Paolo Vallerga, der letztere stellte das Steampunk-lastige Therion 011 Projekt vor und war für den Besuch der skandinavischen Death-Symphonic-Metal-Band am Stand verantwortlich. Rechts: Andrea Chiarvesio stellte sein neues Spiel Arcanum vor, das ich in einer gemeinsamen Partie für mich entscheiden konnte (wenn auch nur mit einer unfeinen List).

Autor Emanuele Ornella präsentierte ein neues, herrvorragendes Kartenspiel: Oz – man ahnt es schon, thematisch geht es hier um Alice im Wunderland. Auch hier habe ich verloren, aber es war wirklich sehr, sehr knapp. Gelegenheit fand sich ausserdem, mit ihm über die nächsten Schritte des gemeinsamen Wo is Leo?-App-Projekts zu diskutieren.

Es war sogar noch etwas Zeit für einen kleinen Stadtrundgang, natürlich auch zum schiefen Turm – auch wenn ich ihn schon ein paar mal bewundern durfte (und es in unseren Breitengraden ganze Regionen voller sich atemberaubend neigender Bauwerke gibt), ist er jedesmal wieder ein verblüffender Anblick. Der Besuch des einen oder anderen Plattenladens durfte auch keinesfalls fehlen. Im Bild rechts: Psycheground eine italienische obscure progressive rock Band von 1970 als Reprint und als eines meiner Beutestücke.

Ach ja, gespielt wurde natürlich auch. Beispielsweise gab es am Samstag ein Zooloretto-Turnier, das zugleich für die italienische BoardGameLeague gewertet wurde. Und während wir mit den Veranstaltern bereits in großer Runde im Restaurant Vecchio Teatro lecker pisaner Speisen verdrückten, wurde auf PisaGiocha kräftig weitergezockt. Bis tief in die Nacht.

Hier eine weitere Reportage (in italienisch) mit Bildern gibt es Gioconomicon
und nochmal in italienisch mit Bildern bei La Tana dei Goblin.

Two weeks ago i was guet at PisaGioca. This medium-sized fair took place this year already the third time. The host of the event is Creatori di Divertimento, a private association that has the aim to bring the italian boardgame scene forward.

The evening before the convention started with the obligatory dinner in a pizzeria and a really big surprise. The following visit at the Pisa-located gameclub La Tana dei Goblin turned out to be a culinary highlight: The members had baked a big Zooloretto-cake for three players with all the neccessary components like the animal tiles, coins and the waggons. Incredible! And above all delicious …
The game club was founded by Valerio Salvi, Guido Ceccarelli and Silvio de Pecher. and is present nowadays in several italian cities. In the pictures above you see the last seconds of the cake and me ingloriously loosing a game of 7 Wonders.

The very last installations were done at saturday morning and the fair could finally start. Very special is the location in the middle of the old city of Pisa directly at one of the bridges over river Arno. The two hosts Francesca Triggiano and Marco Valtriani were very happy because the weather switched right before to summer mode (picture above).
Although the agenda was really extensive i had the chance to present at my designers’ table Mondo and the prototype of a Zooloretto Dice Game. Blogger Pinco11 has made a little video (in italian and english) about that.

That also was a good possibility to have a talk with my italian colleagues. In the pictures above, left: the designers Michele Mura and Paolo Vallerga, the latter presented the Steampunk-influenced Therion 011 Projekt and hosted the visit of the swedish death-symphonic-metal-band. On the right: Andrea Chiarvesio presented his new game Arcanum, which i won in a together match (although with a mean trick).
Designer Emanuele Ornella presented his new, excellent card game Oz – you already can imagine, the theme deals with the story of Alice in Wonderland. This one I lost but it was really, really close. Besides we discussed the next steps of our together app project Where is Leo?.

I even had the time for a walk – of course – to the Pisa Tower. Although i have seen it in realty several times before it is always amazing again. The visit of the local record shops were set as well: one of my booties (in a picture above) was: Psycheground an italian obscure progressive rock band from 1970, as reprint.

And yes, there was more about playing. For example at saturday a Zooloretto-tournament that counted for the italian BoardGameLeague. And when we were sitting with the hosts already in a big round in the restaurant Vecchio Teatro with delicious typical food from Pisa, the gamers at PisaGiocha continued playing. Far into the night.

Another report (in italian) with pictures is available at Gioconomicon
and again in italian with picture at La Tana dei Goblin.

Report: Hiespielchen


Friedel Hoffmann berichtet über meinen Besuch bei im Spielekreis Hiespielchen in Dinslaken. Zum kompletten Artikel geht es hier.

Friedel Hoffmann reports about my visit at the game club Hiespielchen in Dinslaken. The complete article (in german) can be found here.

Report: Nuernberg Toy Fair 2011


Raus aus der Messe, rein in die Messe: Für Verlage und Autoren folgen die beiden großen, wichtigen Veranstaltungen sehr knapp aufeinander. Und so freut sich unsereiner, wenn er es geradeso schafft, vielleicht einen neuen Prototyp dabei zu haben. Oder eben auch nicht. Auf jedenfall heisst es für mich in Nürnberg immer: einmal kräftig durchatmen, denn bis zur nächsten Messe im Oktober gibt es nun wieder reichlich Zeit – auch für die Dinge, die mit Spielen nichts zu tun haben. Immer wieder schön ist es dann auch auf dem Weg von der U-Bahn über die Brücke zum Messeeingang dem “ewigen” Leierkastenmann zu begegnen. Ich frage mich jedesmal, wieviele Jahrzehnte (!) der das eigentlich hier schon macht.
Die richtig großen Trends konnte ich persönlich diesmal nicht ausmachen. Nachhaltig produziertes Spielzeug war unter dem Motto “Toys Go Green” ein (kontrovers diskutiertes) Thema aber auch die Elektronik beschäftigt nach wie vor die Spieleverlage. Nach Ravensburger mit ihrem tiptoi folgt Noris Spiele mit einem vergleichbaren Produkt. Man hat das Gefühl, hier könnte noch so einiges auf uns zukommen.  Das Interesse bei meinen Neuheiten Mondo und Gold! war auch ohne Elektronik sehr groß. Ich nehme das Mal als kleinen Hinweis darauf, daß auch die traditionellen Gesellschaftsspiele nach wie vor hoch im Kurs stehen.

Bereits auf den Essener Spieltagen gab es ein Produktionsmuster von Mondo mit dem fast fertigen Spielmaterial und doch ist es dann immer wieder ein schönes Gefühl, das fertige, “richtige” Exemplar in den Händen zu halten. Den Timer kannte ich noch nicht in der fertigen Form aber er ist wirklich schön geworden. Ich durfte eines der 10 Exemplare für die Messe mit nach Hause nehmen. Die restlichen gingen an die Presse. Lieferbar wird es dann im März sein. Mehr zu Mondo: das Making of bei BoardGameGeek.

Auch Gold! konnte man bereits in Essen bei einer Sneak-Preview spielen. Es hatte noch keinen Namen und daher wurde mal wieder ein Namenswettbewerb veranstaltet. Im Gegensatz zu damals bei Coloretto gab es diesmal allerdings keinen herausragenden Vorschlag und so mussten der Verlag und ich wie gewohnt “ran”. Sehr hübsch ist die Kartenrückseite, die mit goldener Metallicfarbe dem Spielenamen alle Ehre macht. Mit Beginn der Messe war dann auch zeitgleich die digitale Version des Spiels für iPhone und iPad im Apple App Store verfügbar, ein weltweites Novum. Das Kartenspiel wird dann voraussichtlich in 2-3 Wochen im Handel sein.

Dino-Deal ist ein gutes Beispiel für die immer wieder amüsanten Verschiebungen seitens des Verlags bei der Themenwahl. Vom süssen Modespiel für Mädchen ist es mutiert zum “saurierstarken Kartenkampf” – letzteres wohl eher für Jungs. Passend an dieser Stelle ein weiteres Interna: Vor längerer Zeit hatte ich einen Prototyp namens Komm her kleines Schaf, geworden ist daraus Conni schnappt die Pizza. Wie gesagt, sehr amüsant.

Suppenkasper lagt zwar als Schachteldeckel am Stand von Queen Games aus, wurde aber in den Prospekten und auf den Plakaten nicht weiter erwähnt. Nach einer baldigen Veröffentlichung sieht das nicht aus – wohl eher dann in Essen oder später. Felinia soll nun endlich Ende Februar ausgeliefert werden. Auch bei der ewigen Wiederveröffentlichungsgeschichte von Mogul (bei anderem Verlag) gab es mal wieder so richtig verhagelte Neuigkeiten. Das fällt wohl unter die Kategorie, wenn einmal der Wurm drin ist …

Und dann gab es dann noch für Jäger und Sammler die Extrakarten für Coloretto als Katalogedition Nummer 11 bei Abacusspiele. Fast entgangen wäre mir fast ein kleines Werbegeschenk für Mondo: ein kleines Set mit Stiften, mit dem man auch ohne das Spiel “seine eigene Welt erschaffen kann”. Abseits der Messe gilt es noch von der Party der Spieleautorenzunft zu berichten. Zum  zwanzigjährigen Jubiläum gab es diesmal u. A. eine amüsante Rede von Kollegen und Vorsitzenden Friese. Zitat (ungefähr): “Wir wissen, daß es wertvolleres im Leben gibt als Geld … Siegpunkte!”. Und dann ging es auch schon wieder heim an den Schreibtisch. Nach der Messe ist vor der Messe …

Weitere Berichte: Das-Spielen.de, kids.gamesweplay.de, Ludoversum, Poeppelkiste, TricTrac: Teil 1, Teil 2, Teil 3

Into the fair and out of the fair: for publishers and game designers the two big and important german events succeed quiet fast. And so people like us are happy if they can create inbetween at least one new prototype. Anyway for me Nuernberg is always about: to breath deeply because the next fair in october is far away and that offers a lot of time, also for the things beside games. Always charming is the old hurdy-gurdy man on the way from the subway over the bridge to the fair entrance. I am always wondering for how many decades (!) he is doing that. I haven‘t noted the really big trends this time. Producing enduring toys labled under “Toys Go Green” was one (controversial discussed) theme. But also the electronics are still a topic for the boardgame publishers. After Ravensburger with their tiptoi presented Noris Spiele something comparable. I had the feeling that there will appear more electronics the next years in the boardgame section. The interest in my new releases Mondo and Gold! was despite not including electronics very high. I take that as a small hint that the traditional games are still liked.

Creations
Already at the fair in Essen existed a production sample of Mondo with nearly finished components. But it is always different and a great feeling to hold the finished, “real” game in the hands. The timer -in shape of a globe – was new to me in the finished design and really looking great. I was allowed to pick up one of the 10 copies for the fair, the rest was for the press. It will be available for all in march (Germany). More about Mondo: the Making of at BoardGameGeek.

Precious
Gold! could pe played as well at Essen 2010 in a sneak preview. It had no name and therefore we started a name competion again. In opposite to Coloretto before there was not the one great proposal and so the publisher and me had to create the name the usual way. I like the cards back which is printed in metallic and no suprise: in the colour gold. With the beginning of the fair also the iPhone and iPad implemetations were available in the apple app store. That simultaneity was a worldwide premiere. The card game will be available in the shops in 2-3 weeks (Germany).

Metamophoses

Dino-Deal is a good example for the sometimes amusing changes of game themes by publishers. The game is mutated from a sweet fashion game for girlies into the “dino power card fight”, surely for boys. At this point fits another internal matter: For some i had a prototype called Come little sheep. It became Conni grabs the pizza. As i said, amusing.

Delays
Although the box of Suppenkasper (poor eater) was presented at the booth of Queen Games it wasn‘t present in the catalogue or the posters. That didn‘t look as a soon release, maybe in Essen or later. Felinia shell be finally in the shops the end of february. And the endless story of the rerelease of Mogul (at a different publisher) got continued by really bad news.

Miscellaneous
For the hunters and gathers there was the extra cards for Coloretto as catalogue edition number 11 by Abacusspiele. I nearly had missed the little promo present for Mondo: a little set of pens. With these you can “create your own world” without needing the game. At the end of the fairs’ saturday the party of the SAZ (game designers association) with their 20th anniversary took place. Colleague and chairman Friese made an amusing speech, citation: “We know that there are more valuable things in life than money … victory points.” Went back home on sunday i am now back in my office. After the fair is before the fair …


Report: Spieletreff Sauerland 2010

Jetzt bin ich schon einige Male auf dem alljährlichen Spieletreff im Hochsauerland gewesen und fühlte mich bereits als Veteran. Doch musste ich mich eines Besseren belehren lassen: Stolze sechsundzwanzig (!) Mal sind einige mit dabei. Eben genauso oft, wie der Spieletreff bisher stattgefunden hat. Bei meinem letzten Besuch vor einigen Tagen habe ich also die Gelegenheit genutzt, einmal genauer nachzufragen. Und das bei Knut-Michael Wolf, der den Spieletreff spielerisch betreut.

Wie fing alles an?
Die Idee einer Spielereise entwickelte Hans-Christian Winters, einst Mitglied der Jury Spiel des Jahres, für das gerade eröffnete Hotel Sauerlandtreff (später: Ramada Hotel) in Usseln. Im ersten Jahr startete man mit fünfzig Teilnehmern, im zweiten waren es bereits doppelt soviele und in den Folgejahren ging nichts mehr ohne Warteliste.
Begonnen hatte man mit einem Wochenende im November, mittlerweile ist die Veranstaltung auf zehn Tage angewachsen. Hier war die Idee, durch eine Verlängerung des Angebots allen Anfragen nachkommen zu können. Das hatte allerdings zur Folge, dass die Spielebesessenen zumeist die vollen zehn Tage bleiben …
Aber selbst das hat vielen nicht gereicht und so wurde zeitweise unter dem Motto spielbox-Lesereise ein zweiter Termin zu Pfingsten organisiert, der später in Arolsen stattfand. In den 90er Jahren wanderte ein Teil der Gäste ab und rief die stets zu Ostern stattfindende Spieleveranstaltung in Oberhof ins Leben.

Woher kam der Erfolg?
Für den durchschlagenden Erfolg zeichnet sich in erster Linie Mundpropaganda verantwortlich. Aber es war offensichtlich auch einfach eine gute Idee, denn heute gibt es zahlreiche Spielereisen, die dem Vorbild aus Usseln folgten.

Wer fährt hin?
Für die Teilnahme am Spieletreff gibt es keine besonderen Bedingungen und so fahren dort nicht nur die Spielverrückten hin. Trotzdem wird aber auch die Spieleszenee im Kleinen repräsentiert, so finden sich hier Journalisten, Verlagsrepräsentanten, Erklärbären und Autoren. Der weiteste Teilnehmer ist aus den USA. Kinder sind eher selten, das liegt aber einfach daran, dass zu der Zeit keine Ferien sind.



Was wird geboten?
Zehn Tage durchzuspielen kann man sich kaum vorstellen, aber das wird auch nicht unbedingt von allen so gemacht. Schließlich bietet das reizvolle Umland zahlreiche andere Möglichkeiten, die Zeit angenehm rumzubekommen. Ausflüge in die umliegenden Wälder oder zur Skischanze von Willingen sind beliebt. Es kann sich sogar lohnen, Skier und Schlitten mitzunehmen, denn es liegt hier oft schon Schnee (Winterreifen nicht vergessen!).

Die wenigsten spielen auf ihren Zimmern und wenn man durch die übrigen Räumlichkeiten des Hotels streift, begegnet man fast überall den Spielrunden, bis tief in die Nacht. Beliebt ist es, die persönlichen Favoriten in eingeschworener Freundesrunde zu spielen oder die Neuheiten der Essener Spieltage auszuprobieren. Daher ist ein größeres, zusätzliches Rahmenprogramm eigentlich nicht gefragt. Und doch gibt das Quizspiel Rätselhafte Reste und die Wahl der besten neuen Spiele. Vor ein paar Jahren hatten wir dort auch ein Zooloretto-Turnier veranstaltet.

Eine weitere Besonderheit ist die Spieleausleihe: Hier sorgt man von Beginn an – mit Unterstützung der Verlage – für das Vorhandensein der wichtigsten Neuheiten aus Essen und Nürnberg. Damit verfügt man über einen für ein Hotel einmaligen Fundus von über 850 Spielen, Tendenz stark steigend.
Auf der Schlussveranstaltung des Spieletreffs werden schliesslich in einer großen Tombola unter den Teilnehmern Hotelgutscheine und Spiele verlost, bei der ich nach früheren Erfolgen diesmal leer ausgegangen bin.

Und wie wars 2010?
Ich hatte mir mal wieder vorgenommen alle wichtigen Neuheiten zu spielen und doch habe ich es nicht geschafft. Bei der alljährlichen Spieleflut ist das aber nicht verwunderlich. Ich hatte die Gelegenheit meine Neuheiten aus Essen (Felinia) und für Nürnberg (Mondo) mit Freunden und Interessierten zu spielen. Prototypen habe ich diesmal nicht getestet aber ein wenig mit einem Spieleredakteur gearbeitet. Es gab glorreiche Siege und vernichtende Niederlagen, alles in allem hat es also wiedermal viel Spaß gebracht und Schlaf gekostet. Und fast hätte ich vergessen mich für 2011 anzumelden und so bin ich diesmal nur knapp der Warteliste entgangen.

PS. Der Gewinner der Bestenliste ist noch nicht bekannt, aufgrund der häufigen Nennungen in den Ausleihlisten könnte ich mir aber vorstellen, dass 7 Wonders oben stehen wird (was sicher auch an der kurzen Spieldauer liegt). Fotos: u. a. Knut-Michael Wolf

I‘ve been several times at the annual Spieletreff (game convention) in the region Hochsauerland (Germany) and already felt like a veteran. But i was teached something different: twentysix (!) times were some people there. That‘s as many times as the convention has taken place so far. At my last visit a few days ago i took the chance to make some research for this report. For that i talked with Knut-Michael Wolf, who hosts the event gamewise beside other activities.

How did it start?
The idea of a game trip was created by Hans-Christian Winters, once member of the jury Spiel des Jahres, for the just established Hotel Sauerlandtreff (later: Ramada Hotel) in Usseln. In the first year they started with 50 participants, the second it was already double and in the following they had to install a waiting list.
Starting with a weekend in november, the convention is nowadays ten days long. Here the idea was to be able getting all interested in the hotel but the effect is that the most of the participants stay the full ten days …
But for some this still wasn‘t enough and so a second event got founded there under the motto spielbox-Lesereise, that moved later to Arolsen. In the nineties some of the guests moved to Oberhof and created another yearly convention.

What is the secret of the success?

The reason for the sucess was in first line word of mouth. But apparently it was simply a good idea because so many comparable events in Germany followed the example of the Spieletreff.

Who is on board?
There are no special conditions for the participation and so there are not only the game enthusiasts. Nevertheless the german game scene is represented here in small: journalists, developers and designers. The farthest participant is from the US. Kids are rare but this is just because there are no vacations at that time.

What happens there?
Playing for ten days is hard to imagine but not all do that. The nice surrounding offers at lot of options for killing time in a good way. Trips to the woods or to the ski jump of Willingen are quite popular. It can even make sense to bring with you sledge or skis because often snow falls at that time (don‘t forget the snow tires!).

The least play at their rooms and if you walk around in the public rooms you will find people playing nearly everywhere, until deep in the night. Popular is to play the personal classics with friends or to explore the new releases from Essen fair. Therefore a bigger animation programm is not wanted. Nevertheless you have a quiz and the election of the best new game. Some years ago we hosted there a Zooloretto-tournament.

Another special thing is the game library: from the beginning they offer the most important new games from the latest fairs, with support of the publishers. They offer a growing pool of 850 games at the moment which is quite unique for a hotel.
At the end of the event is always a big tombola with prizes like hotel vouchers and – of course – game for the participants. After earlier successes i had to leave this time empty-handed.

And 2010?

I wanted to play all important new games but i haven‘t reached my aim. But with so many releases each fair it is quite impossible to do so. I had the opportunity to play my own new games from Essen fair  (Felinia) and for Nürnberg fair (Mondo) with friends and interested people. No prototype testing this time but some work with a developer. So, finally it made a lot of fun and cost some sleep. And i was close to forget to make the registration for 2011 but fortunately skipped the waitinglist.

PS. The winner of the best game list is not counted out yet but i had the feeling that 7 Wonders was the most played game (may also be a result of the short game length) and could be in front in the end. Photos: among others Knut-Michael Wolf


Report: Essen 2010

Über die internationalen Spieletage in Essen wird üblicherweise viel und umfassend berichtet, daher beschränke ich mich im Folgenden auf meine ganz persönlichen Eindrücke. Obwohl ich die volle Zeit da war, zählte ich wie immer zu den wenigen, die weder etwas ausprobiert noch gekauft haben. Aber eigentlich ist es ganz logisch, weil man die gute Gelegenheit wahrnehmen möchte, um den Verlagen aus aller Welt seine Neuentwicklungen vorzustellen. Und dann sind da ja auch noch die Freunde, für die man sich natürlich auch gerne soviel der verbleibenden Zeit wie möglich nehmen möchte. Das Spielen der Neuheiten wird aber traditionell auf den Spieleveranstaltungen der nächsten Monate (Willingen etc.) nachgeholt.

Eine böse Überraschung
Am ersten Messetag bin ich natürlich als erstes zum Stand von Matagot, um zu schauen, wie denn nun mein Felinia geworden ist. Auf den Spieltischen des Verlages war das Spiel aufgebaut und es wurde bereits von besonders Neugierigen kräftig ausprobiert. Es sah echt super aus und hätte mich der Verlagschef nicht darauf hingewiesen, ich hätte es nicht gemerkt: das Holzmaterial fehlte. Beim Blick in die Schachtel wurde dann offensichtlich, dass man sich bei der Präsentation behelfsmäßig mit Ersatzspielsteinen beholfen hatte. Das eigentliche Material steckte in Köln im Zoll fest.
Der Schaden war groß, auch wenn am zweiten Messetag dann die Spielsteine abgeholt und auf die Messe geschafft werden konnten. Gerade die kleinen Verlage sind doch sehr stark darauf angewiesen, in Essen gut verkaufen zu können um beispielsweise ihre Standkosten zu reduzieren und natürlich um ihren Neuheiten einen möglichst guten Start zu ermöglichen.

Reichlich Previews
An den folgenden beiden Tage hatte ich viel zu tun am Stand von Abacusspiele. Zunächst gab es den Namenswettbewerb für das im Frühjahr erscheinende Kartenspiel, das ich in knapp zehn Partien vorstellte. Das Spiel für 2 bis 3 Spieler bei dem man Kartensets sammeln und ertauschen muss, hat nur wenige Regel aber eine respektable Tiefe. Zum anderen gab es auch eine Demo-Partie der neuen Zooloretto Boss Erweiterung, bei der ich mich total verzettelte und – glaube ich – naja, letzter wurde.
Ausserdem wurde vorort erstaunlich viel Zooloretto und dessen Ableger gespielt und gekauft. Fast alles war dort am zweiten Tag bereits weg, die Händler hingegen hatten sich trotz der Nachfrage nur mässig eingedeckt. Auch Ärgerlich.

Petra gewinnt immer
Samstag abend hatte ich dann auch Zeit und Gelegenheit Felinia selbst zu spielen. So konnte ich feststellen, dass das schön aussehende Material auch funktional ohne größere Probleme seinen Zweck erfüllt. Gewonnen hat Petra (vorne rechts) – wie immer – zumindest behauptet das ihr Mann Oliver. Der Zeichner Edward Scott hat unbemerkt den Augenblick im Bild festgehalten – eine nette Überraschung.

Eine eigene Welt
Am gut besuchten Stand von Pegasus Spiele hatte ich die Gelegenheit am Samstag und Sonntag das schnelle Legesspiel Mondo dem Publikum vorzustellen. Eine Partie im Einsteigerspiel dauert nur 6 Minuten und so konnte man gleich mehrere Partien hintereinander spielen. Jeder Spieler muss innerhalb der vorgegeben Zeit aus einem gemeinsamen Vorrat an Plättchen seine eigene Welt zusammenstellen. Die Plättchen zeigen verschiedene Landschaftstypen, Tiere und Vulkane und werden auf einem eingenen Spielpan möglichst passend und punktebringend abgelegt.
Spätestens beim Profispiel kamen alle schwer ins schwitzen (alle ausser mir und ich konnte genüsslich die verbleibende Zeit ansagen – wie man aus der Schule kennt). Mondo wird zur Nürnberger Spielwarenmesse 2011 erscheinen und ich freue mich schon drauf.



Fotos: Thomas Reh

Ausklang
Am Sonntag konnte ich dann noch zwei Verlagsterminen nachzugehen und dann war sie schon wieder rum, die Messe. Jedes Mal viel zu kurz. Und man traut es sich ja kaum zu sagen, aber für die nächste wird allerorts schon wieder mit Hochdruck gearbeitet. Schließlich sind es ja nur noch ein paar Monate bis dahin. Nach der Messe ist vor der Messe …

Usually a lot of reports will be posted about the internationalen Spieletage (game fair) in Essen and so i reduce mine to the personal impressions. Although i was there the full time i was one of the few who never try or buy games there. But actually it is not really a suprise because i use the good chance to show new developments to the publishers from all over the world. And besides that i want to spend as much of the remaining time for the friends as possible. Playing the new releases will be catched up traditionally the next months in Willingen and other conventions.

A bad surprise
On the first fair day i visited the booth of Matagot to see what finally became out of my Felinia. The game was already on the tables and got played by the very courious. It really looked great and i wouldn‘t have recognized it, if the boss of Matagot had not pointed it out: the wooden components were missing. A look in the box made it clear that the demo games were completed provisional. The real material got stuck in the customs in Cologne.
The damage was big although the tiles could be brought to the fair on the second fair day. Especially the small publishers are quite dependent on selling good in Essen to get some of their booth costs back and to promote their new release as good as it could be right from the start.

A lot of previews
The next two days i had a lot of “work” at the booth of Abacusspiele. At first there was the name competition for a card game that will be released in spring, that i presented in about ten demo matches. In the game for 2 to 3 players you collect and exchange sets of cards. With just a few rules it has quite a respectable depth. Secondly there was a demo game of the new expansion Zooloretto Boss in that i totally lost track and – if i remember correctly – hmmm, got last.
Besides that a lot of  Zooloretto and its line extensions got played and bought. Nearly all was sold there already at the second day but the traders around didn‘t have a lot despite the demand. Annoying.

Petra wins always
Saturday in the evening i finally had the chance to play Felinia by myself. So, i could see that the nice looking components worked quite well when playing with them. Petra won – as always – at least her husband Oliver says so. The drawer Edward Scott secretly kept the scene in a picture (see above) – a nice surprise.

An own world
At the well visited booth of Pegasus Spiele i had at saturday and sunday the chance to present the tile placement game Mondo to the public. A match in the beginner version of the game just takes 6 minutes and so there was the ability to play several matches in a row. Each player has to create in time an own world with the cardboard tiles from the collective stock. The tiles show different types of landscape, animals and vulcanos that have to be placed quite correctly on the own board to achieve the most points.
Not later than in the pro game all participants got their hands full (all except me – i had the pleasure to announce the remaining time, like back then in school). Mondo will be released at the Nürnberger Spielwarenmesse 2011 toy fair) and i am looking forward.

Conclusion
At sunday i had the time to have two more appointments with publishers and then the fair already ended. Each time too short. And everywhere the work continues for the next fair with high pressure. Eventually there are just three months left until then. After the fair is before the fair …

Goodbye Café Vorspiel!

Am 27. Juni im letzten Jahr berichtete ich an gleicher Stelle unter dem Titel “Goodbye Café Vorspiel?” von der drohenden Schließung des damals von Judith und Christine liebevoll und kompetent ausgestatteten und geführten Café Vorspiel. Zum Glück fand sich ein Nachfolger und so konnten wir nach einer kurzen Pause unsere monatlichen Spieleabende dort weiter veranstalten. Nun kommt es aber doch zur endgültigen Schliessung. Leider.
Damit zeigt sich wieder das alte Problem, dass Spiele und Gastronomie meistens nicht so richtig gut harmonieren. Die Tische sind oft den ganzen Abend belegt und es werden trotzdem nur ein paar Softdrinks konsumiert. Eine Leihgebühr für die Spiele kann die fehlenden Einnahmen auch nur geringfügig abmildern.
Ein Tapas-Restaurant soll nun folgen und nicht nur wir müssen uns eine neue Bleibe für einen Spieletreff suchen. Die Frankfurter Spieleszene wird ein weiteres Mal geschwächt!

At the 27th of june in the last year i reported here under the title “Goodbye Café Vorspiel?” of the possible closing of the Café Vorspiel, which was caring equipped and ran by Judith and Christine. Luckily a follower got found an so we could continue after a short break making our monthly gaming evenings there. But now it comes definitely to the closing.
That demonstrates the old problem that games and gastronomy is dificult to combine. The tables are often taken the whole evening but just a few softrinks get sold. A game lending fee can‘t really balance the financial damage.
A tapas restaurant will open up here and thus not only we have to find a new placefor our get-together. The Frankfurt game scene gets weakened again!

Report: Monde du Jeu 2010

Obwohl die Zugfahrt von Paris in meine Heimat Frankfurt ja mittlerweile angenehm kurz ist, habe ich genug Zeit gefunden, einen kleinen Bericht von meinem ersten Besuch der Spielemesse “Monde du Jeu” zu schreiben.

Erste Eindrücke
Einmal im Jahr öffnet die Veranstaltung ihre Tore im “Parc Des Expositions”, gelegen am “Ponte du Versailles” im Süden von Paris. Dieses Mal fand sie vom 10. bis zum 12. September im wesentlichen in einer großen Messehalle statt. Bei genauerer Betrachtung teilen sich Computer-, Rollen- und Brettspiele die Räumlichkeit. Und wenn man noch genauer hinschaut erkennt man, daß die rund 75 Aussteller ausschließlich aus Frankreich stammen, von Asmodee bis Ystari. Das reizvolle hier ist also, die Szene mit ihren Herstellern, Medien und Spielern unverfälscht und repräsentativ erleben zu können.

Blühende Verlagslandschaften
Von der Größe der Messe positiv überrascht, fand ich schnell Bestätigung bei Ausstellern, die begeistert von einem stark gestiegenen Besucheraufkommen berichteten. Überhaupt scheint der französische Markt zu wachsen, von “jede Woche ein neuer Verlag” war die Rede. Schuld scheint allerdings nicht die Spielbegeisterung allein zu sein, sondern auch eine neue Unternehmensform, die Firmengründungen erleichtert und für reichlich Frischwind sorgt.

Neuheiten “Made in France”
Durchaus spannend ist es fünf Wochen vor den “Essener Spieletagen” schon das eine oder andere neue Spiel französischer Herkunft ausprobieren zu können, sozusagen “als erster”. Besonders spannend für mich im speziellen war mein “Industry” als fertiges Spiel endlich und zum erstenmal in den Händen halten zu können. Und natürlich noch spannender, es auch zu spielen.

Reichlich Programm
Neben den obligatorischen Wettbewerben und Turnieren direkt an den Ständen der Aussteller bietet ein “Forum” eine Bühne für ein wechselndes Programm: von der Master Class Illustration, über Anleitung für Entwickler bis hin zu Podiumsdiskussionen über Spiele im allgemeinen und speziellen.

Monde Du Jeu “Live”
Die überaus erfolgreiche Webseite TricTrac bot mit einem kleinen Studio Live-TV-Programm direkt von der Messe. Im Internet war es dabei möglich für den Stream drei verschiedene Kameraperspektiven zu wählen und im Chat Fragen an Studiogäste zu richten.

Concours

Wettbewerb für Spieleerfinder
Seit 1977 existiert der “Concours International de Créateurs de Jeux de Société” – ein Wettbewerb für Spielideen. Die Bilanz kann sich sehen lassen, denn über 70 der Gewinner wurden bisher verlegt. Mitmachen kann im Prinzip jeder, der zunächst eine Spielregel an den Veranstalter schickt. Daraufhin werden die vielversprechendsten Kandidaten angefordert und reichlich getestet. Die nominierten Spiele werden dann zuletzt hier auf der Messe von einer fachkundigen Jury bewertet und am letzten Tag dann die Sieger ausgelobt. Noch gibt es keine offizielle Pressemitteilung, daher will ich auch nichts verraten …

FeliniaFeliniaFelinia

Gearbeitet wird auch
Da sich auch personell hier die Szene trifft, ist es nicht anders als bei den anderen großen Messen: Hier wird jede freie Minute genutzt, um Arbeitsgespräche mit Illustratoren, Redakteuren und Autoren zu führen. Und Prototyen werden natürlich auch reichlich vorgestellt und gespielt.

Open End
Am Samstag abend gibt es die traditionell die inoffizielle Fortsetzung des großen Testens der Neuheiten im Spielkartenmuseum in “Issy-Les-Moulineaux”. Obwohl nur zwei Metro-Stationen entfernt habe ich es diesmal leider nicht geschafft. Aber beim nächsten Mal bin ich garantiert dabei!

Although the train from Paris to my hometown Frankfurt is quite fast nowadays i found enough time to write a little report about my first visit at the game fair “Monde du Jeu“.

First Impressions
Once in a year the event takes place in the “Parc Des Expositions”, located at the “Ponte du Versailles” in the south of Paris – this time from the 10th to the 12th of september, mainly in one big exhibition hall. If you look closer you will find that computer-, role-playing- and board games share the room. If you look closer again you will see that the about 75 exhibitors are all from France, from Asmodee to Ystari. So, the special thing is that you can experience the scene with all producers, media and players pure and quite complete.

More publishers
Positively surprised by the size of the fair i found affirmation by the exhibitors that reported a strong increase in the number of vistors. Actually the french market seems to grow, “every week a new publisher” was a statement. But the reason may not only be the enthusiasm for boardgames, it may also be a result ot a new corporate form in France, that makes start-ups easier.

New Games “Made in France”
It is exciting to be able to test five weeks before the “Essener Spieletage” (Essen fair) the new games of french production, quasi “as the first”. For me it was very exciting to see my “Industry” after all as a produced game. And of course even more exciting, to play it.

A long agenda
Besides the typical raffles and the tournaments directly at the booths a “Forum” offers a stage for continous changing acitivities: from a Master Class Illustration, to instructions for inventors and to discussions with experts about games.

Monde Du Jeu “Live”
The very successful website TricTrac offered with a little studio a live-TV-programm directly from the fair. In the internet it was able to choose for the stream three different camera perspectives and to tell questions to the studio guests.

Competition for game designer
Since 1977 the “Concours International de Créateurs de Jeux de Société” exists – a competition for game ideas. Over 70 winners got released over the years. At first the participants have to send a rule. The most interesting ideas get invited as a prototype. After testing an fixing the nominations, here at the fair a competent jury chooses the winners that get announced at the last day. As there is no official press release now i will not say a thing …

Prototypes and more
Like at the other big fairs every free minute gets used by illustrators, developers and designers for their meetings. And of course prototypes get presented and played a lot.

Open End
Saturday in the evening traditionally the inofficial continuation of the big new game testing takes place at the playing card museum of “Issy-Les-Moulineaux”. Although only two Metro stations away i couldn‘t go there. But surely next time!

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